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Videos - wie geht Meeresforschung?

Wie geht Meeresforschung?

In sechs Videos erklären Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit in dem Projekt „Marine Mammals in a Changing Environment“.

Schutz von Meeressäugern in deutschen Gewässern

Im Interview erklärt Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, dass sich die Meeressäuger der Nord- und Ostsee in einem sehr umweltsensiblen Zustand befinden und  speziellen Schutz und Aufmerksamkeit benötigen. Sie beschreibt die Biologie der Tiere, klärt auf, welche Einflüsse die Tiere bedrohen, und geht auf die Populationsentwicklung von Schweinswalen, Kegelrobben und Seehunden ein. Sie warnt zudem, dass sich der Bestand der Schweinswale in einem gefährlich niedrigen Zustand befindet und die zukünftige Entwicklung der Umwelt nicht außer Acht gelassen werden dürfe.

Verändern menschengemachte Einflüsse die Knochendichte von Ringelrobbenschädeln?

Ringelrobben leben unter anderem in der nördlichen Ostsee. Da sie dort früher gejagt wurden, besitzen schwedische Museen viele Schädel dieser Tiere. Biologin Britta Schmidt aus dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ermöglicht diese zum Teil sehr alte Sammlung, eine Langzeitstudie zur Knochendichte durchzuführen. Sie möchten herausfinden, ob sich die Knochendichte von in der Ostsee lebenden Ringelrobben im Verlaufe eines Jahrhunderts verändert hat und welche Einflüsse dafür verantwortlich sind. In einem ersten Schritt führt sie dafür eine sogenannte Dual Energy X-ray Absorptiometry (DXA) mit den Schädeln durch. Diese Methode basiert auf Röntgenstrahlen und wird auch in der Humanmedizin für Knochendichtebestimmungen eingesetzt. Im Video zeigt sie, wie genau sie die Untersuchungen durchführt. Für ihre Untersuchungen der in der Ostsee lebenden Tiere untersucht sie Schädel, die in dem Zeitraum von 1897 bis 2018 gesammelt wurden. Sie vergleicht sie mit Schädeln aus Grönland. Dafür stehen ihr Schädel von 1897 bis 2018 zur Verfügung. Die Umweltbelastung ist in Grönland sehr viel geringer, sodass sie hofft, durch den Vergleich Rückschlüsse ziehen zu können, ob Umwelteinflüsse, wie Schadstoffe, für diese Veränderungen verantwortlich sind. 

Der Einfluss von Parasiten auf den Gesundheitszustand von Meeressäugern

Tierarzt Jan Lakemeyer arbeitet am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo). Für seine Doktorarbeit untersucht er in der TiHo-Außenstelle in Büsum den Parasitenbefall bei Meeressäugern. Parasiten sind wichtige Indikatoren für die Gesundheit der Tiere. Zu den Meeressäugern, die in der Nord- und Ostsee leben, zählen vor allem Schweinswale, Kegelrobben oder Seehunde. Sie können von einer Vielzahl unterschiedlicher Parasiten befallen werden. Jan Lakemeyer erklärt im Video, wie er Parasitenproben entnimmt und konserviert, welche Untersuchungen er durchführt und welche Rückschlüsse er aus dem Parasitenbefall zieht.

Was sagen Kratzer auf Seehundzähnen über das Nahrungsspektrum aus?

Im Interview erklärt Biologin Elehna Bethune von der Universität Hamburg, wie sie für ihre Doktorarbeit am Zahnschmelz von Seehunden Rückschlüsse auf deren Nahrung zieht. Sie nutzt für ihre Arbeiten archiviertes Material aus verschiedenen Sammlungen, das zum Teil mehrere hundert Jahre alt ist. So kann sie einen langfristigen Vergleich zwischen verschiedenen Zeitabschnitten ziehen und unterschiedliche Populationen miteinander vergleichen. Für die Untersuchung der Zahnschmelzoberfläche arbeitet sie mit einem konfokalen Mikroskop.


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