ÖKOPROFIT

Die TiHo ist ein ÖKOPROFIT-Betrieb

ÖKOPROFIT ist ein Kooperationsprojekt der Stadt und der Region Hannover und steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“. Mit dem Projekt sollen hannoversche Unternehmen und Institutionen mobilisiert werden, ihren betrieblichen Umweltschutz zu verbessern. Ziel ist es, Maßnahmen umzusetzen, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig Kosten sparen. Das Programm gliedert sich in zwei Module: Alle teilnehmenden Betriebe starten als ÖKOPROFIT-Einsteiger. Nach erfolgreichem Abschluss des Jahresprogramms haben sie dann die Möglichkeit, sich dem ÖKOPROFIT-Klub anzuschließen. Zu Beginn eines Moduls wählen die teilnehmenden Institutionen eine Maßnahme aus, die sie innerhalb eines Jahres umsetzen möchten. Zum Ende überprüft die ÖKOPROFIT-Lenkungsgruppe die Maßnahmen, die den Umweltschutz, das Energie- und Abfallmanagement und die internen Prozessabläufe verbessern sollen. Die Betriebe erfassen dafür kontinuierlich die Mengen und Kosten des Energie-, Wasser und Rohstoffverbrauchs sowie die Schadstoffemissionen und das Abwasser- und Abfallaufkommen.

 

Die TiHo hat das Einsteigerprogramm 2013 erfolgreich absolviert und konnte Ende 2014 die Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Klubmitglied entgegennehmen. An der TiHo engagieren sich für das Projekt mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Dezernat Liegenschaften und Technik. Im ÖKOPROFIT-Klub führte die TiHo zunächst eine Maßnahme aus dem Einsteigermodul fort: Die Sanierung des Gebäudes 123, in dem das Institut für Lebensmitteltoxikologie arbeitet. Das Dach und 173 Fenster des Gebäudes, die größtenteils aus den 1970er Jahren stammen, wurden saniert und die Obergeschossdecke gedämmt – verringerte Wärmeverluste und ein verbesserter Schallschutz gegenüber dem Außenbereich sind das Ergebnis. Zusätzlich wurden neue Laboreinrichtungen für Lehrzwecke eingebaut. Durch die Sanierung spart die TiHo über das Jahr gesehen 110 Megawattstunden Fernwärme. Das entspricht etwa 11.000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid oder 7.700 Euro. Im Richard-Götze-Haus am Campus Braunschweiger Platz ließen die Mitarbeiter aus dem Dezernat Liegenschaften und Technik ebenfalls die alten gegen moderne Fenster austauschen. Hier werden weitere 75 Megawattstunden Fernwärme – entsprechend 7.500 Kilogramm Kohlenstoffdioxid und 5.200 Euro – eingespart.

 

Im ÖKOPROFIT-Jahr 2015/2016 wurden drei weitere Projekte abgeschlossen: Im Gebäude des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung wurden insgesamt 77 hochwärmegedämmte Fenster- und Türelemente aus Aluminium eingebaut und eine motorbetriebene Sonnenschutzanlage installiert. Die Temperatur im Gebäude kann so energiesparend reguliert werden und die Laborhygiene sowie der Schallschutz gegenüber dem Außenbereich sind verbessert. Im Hörsaal des Instituts wurden zusätzlich die raumlufttechnischen Anlagen erneuert. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch für ein besseres Raumklima. Auch im Anatomischen Institut kann zukünftig mehr Energie eingespart werden, da die Kältetechnik auf den neuesten Stand gebracht und veraltete Mess- und Steuerungselemente ausgetauscht wurden.

 

Für das kommende ÖKOPROFIT-Jahr sind unter anderem die Gebäudesanierung des Instituts für Tierernährung sowie die Erneuerung der Klimakammern im Institut für Parasitologie geplant. Dadurch wird Energie gespart und die Emissionen werden gesenkt.

 

Für die teilnehmenden Institutionen geht der Nutzen über die ökonomischen und ökologischen Aspekte hinaus: Regelmäßig finden Workshops mit Vorträgen zu umweltrelevanten Themen wie Energie, Gefahrstoffe oder Abfallwirtschaftskonzepte statt. Außerdem bieten die Workshops den Institutionen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung. Die Projekte und Maßnahmen aller Institutionen werden in einer Datenbank gesammelt, sodass sie zur Ideenfindung genutzt werden können.