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Zentrum für Tiergesundheit und Lebensmittelqualität

Forschungsschwerpunkt „Tiergesundheit und Lebensmittelqualität“

Der Forschungsschwerpunkt „Tiergesundheit und Lebensmittelqualität“ spiegelt die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an der TiHo angesiedelten Institutionen wider, die sich mit allen Aspekten der nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs über die gesamte Lebensmittelkette befassen. Dies beginnt bei der Primärproduktion in Stall und Betrieb und geht über die Gewinnung der Lebensmittel, deren technologische Verarbeitung bis hin zum verzehrsfertigen Produkt für den Verbraucher und den Methoden und Anwendungen des Veterinary Public Health. Die Tiergesundheit ist wichtige Voraussetzung für die Lebensmittelqualität, so dass die klinischen und paraklinischen Disziplinen mit den lebensmittelwissenschaftlichen Fachgebieten in unserem Forschungsschwerpunkt  eng verknüpft sind.

 

Institutionell sind die Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet im „Virtuellen Zentrum für Tiergesundheit und Lebensmittelqualität“ gebündelt. Folgende Institutionen gehören diesem Zentrum an:

  • Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit (LMQS)
  • Institut für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik (CA)
  • Außenstelle für Epidemiologie Bakum
  • Institut füt Tierernährung
  • Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie
  • Klinik für Rinder
  • Klinik für Geflügel
  • Klinik für Kleine Klauentiere und Forensische Medizin und Ambulatorische Klinik
  • Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
  • Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung (IBEI)
  • WHO-Collaborating Centre for Research and Training in Veterinary Public Health

Ziel ist es, den Beitrag der Primärproduktion auf der einen sowie der Lebensmittelgewinnung und -verarbeitung auf der anderen Seite zu Tiergesundheit, Lebensmittelqualität und damit zum Verbraucherschutz in interdisziplinären Forschungsansätzen zu beleuchten. Neben der Etablierung themenbezogener Projekte innerhalb der Hochschule kooperiert das Zentrum mit externen Institutionen wie dem Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft (NieKE), dem Forschungsverbund Agrar- und Ernährungswissenschaften (FAEN), dem Robert-Koch-Institut, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, dem Friedrich-Loeffler-Institut sowie mit der Industrie und einer Vielzahl anderer Partner im In- und Ausland, zum Beispiel in europäischen Projekten.

 

Teilaspekte sind die Tiergesundheit, die Lebensmittelsicherheit und die Lebensmittelqualität unter modernen Produktionsbedingungen. Sie können zum Beispiel wie folgt charakterisiert werden:

  • Die Einschleppung und Ausbreitung hochinfektiöser Tierkrankheiten sowie die Kontamination mit Zoonoseerregern ist wirtschaftlich und aus Verbrauchersicht von hoher Bedeutung. Bei der Bekämpfung soll von einer kurativen Behandlung einzelner Tiere zu einer präventiven Betreuung von Beständen und ganzer Produktionsgebiete (zum Beispiel planmäßiges Monitoring zur Früherkennung) übergegangen werden.
  • Die Lebensmittelsicherheit wird gegenwärtig durch beim Tier klinisch inapparente Erreger gefährdet, die mit den traditionellen Methoden der Endproduktkontrolle nicht erkennbar sind. Daher wird der Ansatz einer sukzessiven Verminderung des Eintrags von Infektionserregern aus der Primärproduktion in die Lebensmittelkette verfolgt.
  • Die Erzeugung und Verarbeitung tierischer Nahrungsmittel kann auf Dauer nur wettbewerbsfähig sein, wenn die Produktion umweltverträglich gestaltet wird und zu qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln führt. Bestehende Belastungen der Umwelt und der Lebensmittel sind im Rahmen der vorhandenen technischen Möglichkeiten zu reduzieren und neue Verfahren sind zu entwickeln, um die Belastungen zu minimieren und die Qualität zu erhöhen.

Virtuelles Zentrum für Tiergesundheit und Lebensmittelqualität

Satzung
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