
Mitarbeiter/Doktoranden:
Forschungsschwerpunkte:
Fertilisationsassoziierte Prozesse im Ovidukt (Spermientransport, Ovulation, Oozyten, Apoptose)
Die aus den Ovarfollikeln im Zuge der Ovulation freigesetzten primären, noch unreifen Oozyten des Hundes benötigen etwa 3 bis 4 Tage, um bis zum befruchtungsfähigen Stadium (Metaphase II) auszureifen. Kompensatorisch sind die Gameten des männlichen Hundes in der Lage, mehrere Tage im Genitale der Hündin befruchtungsfähig zu bleiben und damit die für die Oozytenreifung erforderliche Zeitspanne zu überdauern. Die Untersuchungen dienen der Klärung grundlegender Mechanismen der Befruchtung und der Verbesserung des Besamungsmanagements. Kooperation mit dem Institut für Pathologie, dem Institut für Reproduktionsbiologie und dem Endokrinologischen Labor (Rinderklinik).
Endokrine und zelluläre Mechanismen im Zusammenhang mit der normalen und gestörten Gravidität beim Hund
Für die Etablierung und Aufrechterhaltung der caninen Trächtigkeit spielen die Hormone Progesteron, Prolaktin und Relaxin eine entscheidende Rolle. Im zeitlichen Zusammenspiel wird dem im embryonalen Synzytiotroblasten synthetisierten Relaxin eine stimulierende Wirkung auf die hypophysäre Prolaktinsekretion zugeschrieben, welche ihrerseits für die Aufrechterhaltung der Lutalfunktion essentiell ist. Die Untersuchungen richten sich auf die Klärung ursächlicher Zusammenhänge zwischen einer defizienten Sekretion dieser Hormone im Hinblick auf Trächtigkeitsverluste, insbesondere im frühen Stadium der Gravidität (embryonale Fruchtresorptionen). Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig, der Universität Utrecht und Endokrinologischen Labor (Rinderklinik).
Nachweis von Ovarrestgewebe bei der Hündin nach unvollständiger Ovarektomie oder Ovariohysterektomie
Die Erfahrungen der Praxis zeigen, dass bei einer Ovarektomie oder Ovariohysterektomie relativ häufig Ovargewebe in der Hündin verbleibt, obwohl die entnommenen Organe sorgfältig auf ihre Vollständigkeit überprüft werden. Im Falle einer nach dem chirurgischen Eingriff eintretenden Läufigkeit ist der Nachweis von Ovargewebe mit Hilfe der Vaginalzytologie einfach und zweifelsfrei durchzuführen. Bei Hündinnen mit undeutlicher Symptomatik kann der Nachweis dagegen schwierig sein. Für derartige Fälle wird ein Stimulationstest mit GnRH entwickelt. Kooperation mit dem Endokrinologischen Labor (Rinderklinik).
Andrologische Diagnostik beim Hund
Die Anwendung moderner computergestützter Verfahren im Rahmen der Haustier-Spermatologie ermöglicht die objektive und präzise Samenanalyse insbesondere in Bezug auf die Beeinträchtigung der Spermienmotilität sowie auf Schädigung der Spermienmembran (Akrosommembran, Plasmamembran) und der DNA (Spermienchromatinstruktur). Diese werden im Rahmen zweier klinischer Studien zur morphologishen, sonographischen und spermatologischen Charakterisierung der Funktion des caninen Nebenhodens und über die Auswirkungen einer 48-stündigen moderaten skrotalen Hyperthermie auf die Spermatogenese und epididymale Spermienreifung des Hundes eingesetzt. Kooperation mit dem Institut für Pathologie und der Klinim für Rinder.
Reproduktionsendokrinologie beim männlichen Hund
Neben den testikulären Sexualsteroiden (Testosteron, 5-α-Dihydrotestosteron / DHT, Östrogene) ist Prolaktin (PRL) in die Regulation der Prostatafunktion involviert. Relaxin (RLX) prostatischen Ursprungs wird als möglicher lokaler Faktor bei der Bindegewebserweichung und Formation von Perinealhernien beim Rüden angesehen. Durch Bestimmung von Testosteron und DHT sowie von PLR und RLX im Blutserum und Seminalplasma von Rüden mit normaler und hyperplastischer Prostata sollen neue Ansätze der Diagnostik und Therapie der BPH sowie von Fruchtbarkeitsstörungen des Hundes erarbeitet werden. Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig, der Universität Utrecht und dem Endokrinologischen Labor (Rinderklinik).
| Tel.: | +49 511 953-8501 |
| Fax.: | +49 511 953-8504 |