
MitarbeiterInnen/DoktorandInnen:
Forschungsschwerpunkte:
Lokale Signaltransduktion im weiblichen Genitaltrakt des Schweines nach Besamung
Lokale Effekte des Inseminates im weiblichen Genitaltrakt sind maßgeblich an der Sicherstellung der Fruchtbarkeit beteiligt. Seminalplasma hat immunmodulatorische Eigenschaften, deren Bedeutung erst ansatzweise bekannt ist. Am Modell des Schweines wird in einem interdisziplinären Projekt die Kommunikation zwischen Uterus und Ovar nach intrauterinem Seminalplasmakontakt untersucht. Angewendet werden klinische, immunhistologische und molekularbiologische Techniken in Kooperation mit dem Institut für Immunologie und dem Anatomischen Institut.
Spermatologische Diagnostik und Spermakonservierung
Das Verständnis physiologischer Spermieneigenschaften und deren Relevanz für die Fertilität stellt die Grundlage einer modernen spermatologischen Diagnostik und der Verbesserung von Spermakonservierungsverfahren dar. Mit computergestützten Techniken werden dynamische Eigenschaften in Spermiensubpopulationen dargestellt sowie Spermien-Eileiter- und Spermien-Eizell-Interaktionen in vitro und in vivo am Modell des Schweines untersucht.
In Kooperation mit den im Förderverein Biotechnologieforschung (FBF e.V.) organisierten Schweinebesamungsstationen und der Industrie werden daraus Strategien zur Sicherung der Spermaqualität sowie Maßnahmen zur Steigerung der Produktionseffizienz in Besamungstationen abgeleitet.
Tiefgefrierkonservierung von Eberspermatozoen als ein Modell zur Erhaltung der Biodiversität und zur Nutzanwendung in der Besamungspraxis
Nahezu 30% der weltweit 500 Schweinerassen sind vom Aussterben bedroht. Fortgeschrittene Reproduktionstechnologien offerieren wirksame Möglichkeiten zur Erhaltung der genetischen Diversität. Das Tiefgefrieren von Eberspermien ist in der Praxis allerdings wenig gebräuchlich (< 1%). Ursache ist die ausgeprägte Schocksensibilität von Eberspermien. Ziel des Projektes ist es, die Möglichkeiten der Erstellung einer Genreserve für männliche Keimzellen am Modell des Schweines zu verbessern. Kälteinduzierte Membranveränderungen werden spermatologisch, biophysikalisch und biochemisch analysiert sowie Verfahren zur Steigerung der Abkühltoleranz bei der Erstellung von Tiefgefriersperma erstellt.
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