
Der Tränenfilm dient zum einen der Befeuchtung des Auges, zum anderen enthält dieser aber auch Stoffe für die Ernährung und die Immunabwehr der Hornhaut.
Bei einer KCS liegt eine stark verminderte Tränenproduktion vor.
Die wahrscheinlich wichtigste Ursache beim Hund ist eine Reaktion des Körpers gegen die eigenen Tränendrüsen.
Da der Tränenfilm fehlt, kommt es beim trockenen Auge zu immer wiederkehrender eitriger Augensekretion bis hin zu Schädigungen der Hornhaut. Therapeutisch steht das immunsuppressive Cyclosporin zur Verfügung, welches bei dauerhafter Gabe die Tränenproduktion erhöht und die Immunreaktion reduziert. Da die Wirkung des Cyclosporins erst nach einigen Wochen eintritt, werden zusätzlich Schleimlöser, Tränenersatzprodukte und bei eitrigem Augenausfluss auch antibiotische Augensalben eingesetzt. Sollte sich die Erkrankung nicht medikamentell einstellen lassen, besteht die Möglichkeit, den Speicheldrüsenausführungsgang zum Auge hin zu verlegen, so dass das Auge durch den Speichel befeuchtet wird.
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