
Das Hauptinteresse der AG Ökophysiologie gilt der Frage wie Umweltsignale (vor allem Licht, Temperatur) im Zentralnervensystem von Kleinsäugern in humorale Signale umgewandelt werden und welche physiologische Reaktionen dadurch im Organismus ausgelöst werden.. Das „Photoneuroendokrine System“ und als Teile davon die „innere Uhr (= die suprachiasmatischen Nuklei, SCN)“ und das Pinealorgan spielen dabei eine wesentliche Rolle. Untersucht werden Aspekte der Signaltransduktion von der Retina zu den SCN (PACAP-Rezeptoren, pCreb, cFos). Mit Hilfe von Immunhistochemie und in-situ-Hybridisierung wird die zeitliche und räumliche Verteilung von Neurotransmittern und Neuropeptiden sowie die Expression von „Uhrengenen“ im SCN charakterisiert. Auf Ebene des Pinealorgans werden in Zell- und Organkultursystemen parakrine Mechanismen zur Regulation der Melatoninsynthese untersucht. An unserem Modell-Tier, dem Dsungarischen Zwerghamster (Phodopus sungorus) wird ausserdem untersucht, welche energetischen Einsparungen aufgrund der zeitlichen und physiologischen Anpassungen erreicht werden können. Seit kurzem werden physiologische Parameter und Verhaltensmuster von transgenen Mäuse charakterisiert, denen die Uhrengene mPer1 und mPer2 fehlen.
Ökophysiologie
Chronobiologie
Immunhistochemie-Labor zur Analyse von Neurotransmittern und Neuropeptiden; Langzeit-registrierung von Aktivität und Körpertemperatur (Telemetrie); Stoffwechselmessungen im offenen System (Gasanalyse); Klimakammern; Zellkultur-Labor
Beratung zur Haltung von Kleinsäugern und zur Chronobiologie (“innere Uhr”)