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Doppellendertest

Test auf Doppellender beim Gelbvieh, Glanrind und Limpurger

Bei der Rasse Gelbvieh wurde erstmals 2012 ein Tier mit Doppellender-Phänotyp in Süddeutschland beobachtet sowie drei weitere Tiere in den darauf folgenden zwei Jahren. Gelbvieh mit Doppellender-Phänotyp zeigt einen extrem starken Muskelansatz mit verringertem Fettgehalt. Dies kann zu Schwergeburten führen.  

 

 

 Originalveröffentlichung

 

Die ursächliche Mutation für Doppellender beim Gelbvieh wurde im Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung identifiziert und auch in den Rassen Glanrind und Limpurger nachgewiesen. Durch einen genetischen Test können schnell und sicher Anlageträger bestimmt werden, um das Auftreten von Doppellendern in den drei genannten Rassen zukünftig zu verhindern.

 

Der Doppellender-Phänotyp wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein betroffenes Kalb sowohl vom Vater als auch von der Mutter jeweils eine Anlage für Doppellender erben muss. Allerdings zeigen heterozygote Tiere, also Tiere mit einer Anlage bereits einen verstärkten Muskelansatz.

 

Aus Tierschutzgründen ist es notwendig, alle Bullen der Rasse Gelbvieh, Glanrind und Limpurger auf Doppellender untersuchen zu lassen.

 

Interpretation der Ergebnisse:

N/N Keine Kopien des Doppellendergens, Tier ist normal
N/MSTN 1 Kopie des Doppellendergens, Tier ist normal mit verstärktem Muskelansatz
MSTN/MSTN 2 Kopien des Doppellendergens, Tier zeigt den Doppellenderphänotyp

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Bünteweg 17p
30559 Hannover
Geschäftszimmer
Institutsdirektor
Prof. Dr. Ottmar Distl
Tel.:+49 511 953-8875
Fax.:+49 511 953-8582
Labor für Molekulargenetik
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