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Progressive Retinaatrophie (rcd4-PRA)

rcd4-PRA

Die rcd4 (rod cone dysplasia type 4) bezeichnet eine späte Form der Progressiven Retinaatrophie (PRA), einer Netzhautveränderung des Auges, die letztendlich zur Erblindung des Hundes führt.

Weitere Informationen zur Progressiven Retinaatrophie finden Sie hier.

Diese Form der PRA manifestiert sich frühestens ab dem zweiten Lebensjahr, oft auch erst weitaus später und wird autosomal rezessiv vererbt.  Bei den Rassen Gordon Setter, Irish Setter und Polski Owczarek Nizinny, wird die rcd4 Mutation für einen Großteil der späten PRA Erkrankungen verantwortlich gemacht, weshalb wir für diese Rassen einen Gentest auf die rcd4 Mutation anbieten.

Mit Hilfe dieses  Gentests, kann bereits vor einem geplanten Zuchteinsatz aufgeklärt werden, ob ein Hund frei von der Mutation ist, Anlageträger ist oder ob er selbst aufgrund der rcd4 Mutation an PRA erkranken wird. Durch gezielte Anpaarungen mit rcd4-anlagefreien Hunden können Anlageträger in der Zucht verbleiben. So kann in der folgenden Generation  die rcd4 Form der PRA vermieden werden, ohne dass wertvolle genetische Variabilität verloren geht. Für die Durchführung eines Gentests verwenden Sie bitte das Einsendeformular für Hunde des Vereins für Pointer und Setter oder das Einsendeformular für Polski Owczarek Nizinny, Irish Setter und Gordon Setter.

Es ist jedoch zu bedenken, dass auch andere Mutationen zu PRA Erkrankungen in diesen Rassen führen können und es nicht möglich ist diese mit dem Gentest auf rcd4 nachzuweisen.

Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Bünteweg 17p
30559 Hannover
Geschäftszimmer
Institutsdirektor
Prof. Dr. Ottmar Distl
Tel.:+49 511 953-8875
Fax.:+49 511 953-8582
Labor für Molekulargenetik
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