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Alaskan Husky Enzephalopathie

Alaskan Husky Enzephalopathie (AHE)

 

Bei der Alaskan Husky Enzephalopathie (AHE) handelt es sich um eine tödlich verlaufende Erkrankung, welche bereits im Welpenalter auftritt. Häufig sind mehrere Welpen eines Wurfes betroffen. Typischerweise treten bei erkrankten Hunden multifokale zentralnervöse Ausfälle auf. Hierzu zählen beispielsweise: Krampfanfälle, Verhaltensänderungen, Seh- und Schluckstörungen, Minderung der Schmerzempfindlichkeit, fehlerhafte Koordination mit Bewegungsstörungen, Ataxie und Lähmungen. Die AHE ähnelt, basierend auf den klinischen und neuropathologischen Veränderungen, dem Krankheitsbild des Leight Syndroms (LS) beim Menschen. Deshalb vermutete man zunächst, dass es sich auch bei der AHE um eine mitochondriale Enzephalopathie handelt. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Erkrankung durch eine Mutation im codierenden Bereich für einen Thiamintransporter ausgelöst wird.
Die AHE wird monogen, autosomal rezessiv vererbt. Ein Tier muss also zwei Kopien der Mutation tragen, um zu erkranken. Anlageträger besitzen nur eine Kopie der Mutation, erkranken also nicht selber. Solche Tiere können diese jedoch an ihre Nachkommen weitervererben.
Diese Erkrankung wurde bereits bei unterschiedlichen Hunderassen beschrieben, am häufigsten verbreitet ist sie jedoch beim Alaskan Husky.

Für die AHE ist ein Gentest verfügbar, mit welchem freie Tiere, Anlageträger und Merkmalsträger identifiziert werden können.

 

 

Folgende Testergebnisse sind möglich:

N/N           Anlagefrei; Keine Kopie für AHE (der Hund ist nicht betroffen)

 

N/AHE      Anlageträger für eine Kopie für AHE  (nicht erkrankt, kann jedoch die Anlage 

                 an die Nachkommen weitergeben und bei der Verpaarung mit einem

                 weiteren Anlageträger kranke Welpen erzeugen)

 

AHE/AHE  Merkmalsträger; 2 Kopien für AHE (von der Erkrankung betroffen)

Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Bünteweg 17p
30559 Hannover
Geschäftszimmer
Institutsdirektor
Prof. Dr. Ottmar Distl
Tel.:+49 511 953-8875
Fax.:+49 511 953-8582
Labor für Molekulargenetik
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