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Aquatische Wildtierforschung (Büsum)

Die Arbeitsschwerpunkte der aquatischen Wildtierforschung sind Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Monitoring. Ziel ist es, die Biologie und Ökologie der marinen Säuger zu erforschen und den Einfluss von anthropogenen Aktivitäten auf die Tiere, ihrer Gesundheit und ihren Bestand zu beurteilen. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte sind:

1.) Untersuchungen zur Gesundheit

Klinische und morphologische Pathologie sowie Gehörforschung
Endokrinium, Immunsystem, Reproduktionssystem
Auswirkungen von parasitären, bakteriellen und viralen Infektionen
(besonders: Staupeinfektionen bei Robben)
Auswirkungen von chemischer und akustischer Umweltverschmutzung

2.) Untersuchungen zur Habitatnutzung

Bestandserhebung v.a. durch Flug- und Schiffszählungen
Einsatz von Schlepphydrophonen und stationären T-PODs (akustische Klickdetektoren)
Besenderung von Robben und Schweinswalen zur Aufklärung von Aktivitätsmustern, Orientierung und Nahrungsaufnahme
Nahrungsökologie (Mageninhalt, Fettsäureanalysen, Analyse stabiler Isotope)
Entwicklung von Habitatmodellen (mittels physikalischer und biologischer Meereseigenschaften)

3.) Auswirkungen anthropogener Eingriffe im Meer auf marine Säuger

Akustische und chemische Umweltverschmutzung
Fischerei, Tourismus, Schiffahrt
Offshore-Aktivitäten (z.B. Bau von Winkraftanlagen, seismische und militärische Aktivitäten)
Kumulative Effekte der genannten Eingriffe

4.) Datenbanken

Zentrale Marine Säuger Datenbank
Baltic proper Database

Der überwiegende Anteil dieser Arbeiten wird durch Drittmitteleinwerbung bei Landes- und Bundesministerien, der Europäischen Union und diversen Stiftungen finanziert. Eine wissenschaftliche Zusammenarbeit besteht mit zahlreichen Forschungseinrichtungen (Links) im In- und Ausland. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe sind in verschiedenen internationalen Gremien (wie TSEG, ASCOBANS, ICES, IWC, IAPEME) vertreten und beraten die Bundesregierung bei der Umsetzung von Abkommen.

(besonders: Staupeinfektionen bei Robben)

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