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Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Profil&Struktur

 

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) stellt den Bereich Wildtierforschung neu auf und erweitert zugleich ihr Forschungsspektrum: Künftig arbeiten TiHo-Wissenschaftler vom Standort Büsum auch an marinen Säugern, wie beispielsweise Seehunden, Kegelrobben, Schweinswalen, Delfinen und Zwergwalen. Die Nord- und Ostsee aber auch andere europäische und die Polarregionen werden intensiv untersucht. Heimische, terrestrische Wildtiere, wie Schalenwild, Fasane, Birkwild, Hasen, Wölfe, Wisente, Luchs oder Wildkatzen, stehen an der TiHo am Standort Hannover seit langem im Fokus, jetzt kommen die marinen Säuger hinzu. Um diese beiden Forschungsbereiche zusammenzuführen, hat die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ein neues Institut mit dem Namen „Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung“, ITAW, gegründet, das von Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert geleitet wird.

 

Hauptaufgabe des ITAW auf dem Gebiet der Wildtierbiologie ist die Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Monitoring. Forschungsschwerpunkte sind Wildtierkrankheiten,  und Krankheiten, die zwischen Menschen und Tieren übertragen werden, sogenannte Zoonosen. Sowie Habitatnutzung, Bioakustik, Verhaltensforschung, Wildtierernährung, Wildtiermanagement und die Ökologie von Wildtieren im Zusammenhang mit naturschutzfachlichen Fragestellungen. Ziel ist es, die Biologie und Ökologie der Wildtiere zu erforschen und den Einfluss von anthropogenen Aktivitäten auf die Tiere.

  

Das Institut bietet einmalige Ausbildungsmöglichkeiten (Abschlußarbeiten) im Wildtierbereich für PhD-Programme, Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten aus den Fachrichtungen Veterinärmedizin, Biologie, Landespflege und Forstwissenschaft. Das Institut ist in die Lehrveranstaltungen der Tierärztlichen Hochschule eingebunden und bietet darüber hinaus wildtierbiologische Vorlesungen und Praktika für Studenten der Biologie an. Es ist die erste Einrichtung in Deutschland, das zur Fachausbildung für Wildlife Population Health des European College of Zoological Medicine akkreditiert ist. Zweimal im Jahr werden zudem Teleinjektionskurse angeboten.

Forschung marine Wildtiere

Mit ihrer Forschung ist die Arbeitsgruppe auf dem Gebiet mariner Säugetiere in Deutschland und in einigen Bereichen auch europa- und weltweit einzigartig. Die Forschung an marinen Säugern wurde in Büsum nach dem ersten Seehundsterben in den Jahren 1988/89 aufgenommen. Die Untersuchungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konzentrieren sich auf die Habitatnutzung (Telemetrie, Bestandserhebung, Bioakustik) an Seehunden, Kegelrobben und Schweinswalen, sowie die Untersuchung der Gesundheit der Tiere. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler unter anderem die Auswirkungen von Offshore-Windparks sowie anderer Eingriffe wie Fischerei, Müll, Chemische Belastung auf marine Säuger oder die Effekte von Unterwasserschall auf Verhalten und Gesundheit von Robben und Schweinswalen.

 

Hier finden Sie aktuelle und abgeschlossene aquatische Forschungsprojekte.

 

Prof. Dr. Ursula Siebert (rechts) während einer Sektion; Foto: TiHo
Kegelrobbe mit speziell angepassten In-ear-Kopfhörern. Foto: ITAW

Forschung terrestrische Wildtiere

Befestigung eines Ohrmarkensenders am Wildschwein; Foto: Surray

Seit 1980 betreiben Wissenschaftler an der TiHo Wildtierforschung. Im Vordergrund stehen die Wechselbeziehungen zwischen heimischen Wildtieren und Umweltfaktoren. Aktuelle Forschungsprojekte sind beispielsweise der Rückgang der Fasanenpopulationen, Infektionskrankheiten bei Prädatoren, die Bestandsentwicklung von Schalenwild und Birkwild und die durch sie hervorgerufenen Schäden in Niedersachsen, die wissenschaftliche Begleitung der natürlichen Wiederansiedlung von Wölfen in Niedersachsen oder die kontinuierliche Wildtiererfassung, die gemeinsam mit den niedersächsischen Jägerinnen und Jägern durchgeführt wird und seit 20 Jahren Informationen über Populationsgrößen, das Vorkommen verschiedener heimischer Wildtierarten liefert.

 

Hier finden Sie aktuelle und abgeschlossene terrestrische Forschungsprojekte.

 


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