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Pyrrolizidinalkaloide

 

Pyrrolizidinalkaloide: Biomarker-Test-System zur Bestimmung der Exposition von Mensch und Tier und verfahrenstechnische Möglichkeiten zur Reduktion in Futtermitteln

 

Prof. Dr. Pablo Steinberg

 

Unter dem Begriff Pyrrolizidinalkaloide (PA) wird eine Klasse von sekundären pflanzlichen Giftstoffen definiert, die einige Pflanzenarten zum Schutz gegen Fraßfeinde (v.a. Insekten) bilden. PA enthaltende Pflanzen kommen weltweit und in allen Vegetationszonen vor. Insgesamt schätzt man, dass 3 % der Blütenpflanzen, also mehr als 6000 Pflanzenarten, PA enthalten. Hierzulande bekannte Quellen sind die Pflanzen aus der Gattung der Greiskräuter, z.B. Jakobskreuzkraut oder Gemeines Kreuzkraut, und viele Gattungen aus der Familie der Raublattgewächse wie z.B. Borretsch und Natternkopfarten. Hohe Konzentrationen an PA führen zu akuten Vergiftungen. Chronische Vergiftungen und negative Effekte durch PA-haltige Nahrungs- oder Futtermittel wurden sowohl beim Menschen als auch bei vielen Tier- und Nutztierarten beobachtet, darunter Rinder, Pferde, Hirsche, Schweine, Schafe, Hasen und Geflügel. Bei Weidetieren ist die als Seneziose bezeichnete tödliche Leberfunktionsstörung bekannt, die auf eine erhöhte Aufnahme von beispielsweise Jakobskreuzkraut oder Alpenkreuzkraut zurückgeführt werden kann. Schwere Leberschäden beim Menschen nach Verzehr von Kräuterzubereitungen oder -tees sind ebenfalls bekannt. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll: 1) ein immunologisches Testverfahren zum Nachweis von PA am lebenden Tier entwickelt werden; 2) ein Parametersatz definiert werden, der bei der Mischfutterherstellung eine signifikante Reduktion von PA-Konzentrationen bewirkt.

 

Kommissarische Institutsleitung
Prof. Dr. med. vet. Manfred Kietzmann
Tel.:+49 511 856-7600
Fax.:+49 511 856-7409
Zentrales Sekretariat
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