
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat als Unterorganisation der Vereinten Nationen (UN) die Aufgabe, den Gesundheitsstandard und das soziale Wohlergehen der Menschen zu verbessern. Zur Erfüllung dieser Aufgabe werden Collaborating Centres von der WHO designiert in Absprache mit den zuständigen Ministerien des Mitgliedsstaates, in dem sich das Centre befindet und der auch die Finanzierung übernimmt. Die Centres sind meist an ein Forschungsinstitut oder eine Hochschule angeschlossen, deren Tätigkeiten in Forschung, Dienstleistung und Lehre in der Regel in engem Zusammenhang mit den Arbeitsgebieten dieser Centres stehen.
1973 wurde an der Tierärztlichen Hochschule das "WHO Collaborating Centre for Research and Training in Veterinary Public Health" gegründet. Kernfach von Veterinary Public Health bildet die Veterinärepidemiologie, daher ist das WHO-Collaborating Centre dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung zugeordnet. Aufgabe des Centre ist die Aufklärung und Dokumentation der Wechselbeziehungen zwischen Tieren und dem Wohlergehen der Menschen mit dem Ziel, Vorschläge und Empfehlungen zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes zu erarbeiten.
Von besonderer Bedeutung sind hierbei:
Beobachtung von Wildtieren als Indikatoren für die Umweltqualität
Weiteren Aufgabenschwerpunkt des WHO Centre VPH an der Tierärztlichen Hochschule bildet die Aus- und Weiterbildung. Regelmäßig werden Fortbildungskurse auf dem Gebiet der veterinärmedizinischen Epidemiologie, jährliche Tagungen sowie internationale WHO-Konsultationen ausgerichtet. In letzteren erarbeiten anerkannte Experten zu einer Thematik von internationaler Bedeutung Berichte, die einen kurzen Überblick über den momentanen Wissensstand geben, die Risiken, Möglichkeiten der Vorbeugung und Bekämpfung diskutieren und die Schlußfolgerungen sowie Empfehlungen für entsprechende Einrichtungen darstellen.
Internetplattform: Veterinary Public Health (VPH)
Dr. Roswitha Merle
wiss. Mitarbeiterin
Tel.: +49 511 953-7970
Termine nach Absprache