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Teilprojekt 6

Modulation der Mikrogliafunktion zur Erkrankungsmodifikation und Prävention von Epilepsien

Logo der Forschergruppe

(Prof. Dr. H. Potschka)

 

In vorangegangenen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass durch Peptidmimetika zelluläre Veränderungen während der Epilepsieentstehung (=Epileptogenese) moduliert und assoziierte kognitive Defizite abgeschwächt werden können. Da entzündliche Prozesse sowohl zur Epileptogenese nach einer initialen Gehirnschädigung als auch zur Generierung von Anfällen (=Iktogenese) im epileptischen Gehirn beitragen können, sollen im Fortsetzungsprojekt innovative entzündungshemmende Strategien geprüft werden. Die geplanten Untersuchungen werden detaillierte Informationen über den zeitlichen Ablauf funktioneller Veränderungen von Mikroglia während der Epileptogenese und über das Zeitfenster für entzündungshemmende präventive Konzepte liefern. Unter Berücksichtigung dieser Daten werden neue Strategien zur Modulation der Mikrogliafunktion und deren Effekte auf die Entstehung spontaner epileptischer Anfälle, assoziierter Verhaltensänderungen, kognitiver Defizite und zellulärer Veränderungen geprüft. Die Strategien zielen darauf ab, eine „Reprogrammierung“ der Mikrogliazellen weg von einem neurotoxischen, entzündungsfördernden Phänotyp und hin zu einem neuroprotektiven, entzündungshemmenden Phänotyp zu erreichen. Dabei werden ein Agonist des Peroxisome-Proliferator-activated Receptor γ (PPARγ-Agonist), ein Modulator mikroglialer Kaliumkanäle sowie zwei neue Peptidmimetika getestet. Die translationale Weiterentwicklung umfasst die Prüfung an kaninen Mikroglia-Kulturen sowie die klinische Prüfung bei Hunden.

Sprecher:
stellv. Sprecher
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