Sie sind hier:

Teilprojekt 2

Transplantation von Schwann-Zellen in das Rückenmark paraplegischer Hunde

Logo der Forschergruppe

(Prof. Dr. A. Tipold)

 

Vorangegangene Untersuchungen konnten zeigen, dass bei einem nicht unerheblichen Teil von Hunden mit Rückenmarkstrauma nach Bandscheibenvorfall eine dauerhafte Störung der Motorik bestehen bleibt. Mikrogliazellen sind wesentlich an der Entstehung des sekundären Rückenmarkschadens beteiligt, haben aber auch regeneratives Potential. Der Hund gilt als etabliertes translationales Modell für humane Rückenmarkstraumata. Neue innovative Therapiemaßnahmen sind daher für beide Spezies von Nutzen. Im vorgeschlagenen Antrag soll die Hypothese bewiesen werden, dass eine Transplantation von Schwann-Zellen in das Rückenmark paraplegischer Hunde zur Regeneration beiträgt. Diese Regeneration wird die Erholungsphase in subakuten Fällen deutlich verkürzen und in chronischen Fällen zu einer Besserung der Funktionalität und damit der Motorik führen. In einer klinischen, geblindeten Studie werden 50 paraplegische Hunde entweder mit Schwann-Zellen transplantiert oder erhalten eine Sham-Transplantation. Der Schweregrad der Rückenmarksschädigung bzw. deren Regeneration wird mit klinischen Verlaufsuntersuchungen und mit bildgebenden Verfahren visuell dargestellt. Die funktionelle Integrität des Rückenmarkes im Verlauf der Erkrankung wird durch motorisch evozierte Potentiale nach transkranieller Magnetstimulation gemessen. Biomarker, die die Schwere einer Rückenmarksnekrose widerspiegeln, werden im Liquor cerebrospinalis gemessen.

Sprecher:
stellv. Sprecher
Diese Seite