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DFG-Forschergruppe 1103 (2009-2015)

Neurodegeneration und -regeneration bei ZNS-Erkrankungen des Hundes

Logo der Forschergruppe

Dem Patienten Hund kommt in der Tiermedizin ein hoher Stellenwert zu. Bedingt durch die Tatsache, dass der Hund von allen tiermedizinisch relevanten Spezies am häufigsten in der Klinik mit neurologischen Problemen vorgestellt wird, besteht hier ein hoher Wissens-, Forschungs- und Therapiebedarf. Darüber hinaus stellt diese Spezies ein wichtiges sogenanntes large animal model für die translationale Forschung dar.

 

Ziel der Forschergruppe ist es daher, neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf einem ausgewählten Gebiet der Biomedizin für die Spezies Hund gemeinsam zu erarbeiten. Im Vordergrund stehen Fragen zur Pathogenese degenerativer und regenerativer Prozesse des kaninen zentralen Nervensystems (ZNS) und sich daraus ableitender Therapieansätze.

 

Die schwerpunktmäßig vorgesehenen pathogenetischen Untersuchungen degenerativer und regenerativer Prozesse im ZNS werden bei drei ausgewählten, häufig beim Hund vorkommenden Erkrankungen, der Staupe, traumatischen Rückenmarkserkrankungen und der Epilepsie, durchgeführt.

 

Staupe ist eine Virusinfektion, die zu Gehirnveränderungen führt, die große Übereinstimmungen mit der Multiplen Sklerose des Menschen aufweisen.

Kanine Rückenmarksschäden sind ähnlich wie beim Menschen häufig eine Folge von Bandscheibenvorfällen.

Epilepsien gehören bei Hund und Mensch zu den häufigsten chronisch-neurologischen Erkrankungen und entwickeln sich oft nach Insulten des Gehirns wie Verletzungen, Entzündungen, Fieberkrämpfen oder Tumoren.

 

Die anstehenden Fragen und die von den Arbeitsgruppen entwickelten Hypothesen sollen durch Studien an der Zielspezies Hund, gewebekulturelle Arbeiten und Untersuchungen an Nagermodellen sowie unter Berücksichtigung von Ergebnissen aus der ersten Förderperiode beantwortet, überprüft und umgesetzt werden. Die interdisziplinäre Forschergruppe mit Experten aus der Tiermedizin und angrenzenden Fachgebieten ermöglicht eine weltweit einmalige vergleichende Analyse von (a) degenerativen Prozessen und (b) regeneratorischem Potential des kaninen ZNS sowie (c) die Entwicklung und Umsetzung neuer therapeutischer Ansätze.

Gruppenfoto
Die Antragsteller inklusive Koordinatorin auf einen Blick
Sprecher:
stellv. Sprecher
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