Die Heimtiersprechstunde (Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen, Chinchillas, Ratten, Mäuse, Hamster und andere Nagetiere) findet nur nach Terminvereinbarung statt. (Tel.: Montag bis Freitag: 12:30 bis 13:30 Uhr unter 0511 / 856 - 7651) (In dringenden Fällen ist eine Vorstellung im Notdienst in der Klinik ohne Terminabsprache möglich.)
Sprechstunde für Reptilien und Amphibien nur nach telefonischer Voranmeldung (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10:00 bis 16:30 Uhr) unter 0511/856 -7253 und -7251. (In dringenden Fällen ist eine Vorstellung im Notdienst in der Klinik ohne Terminabsprache möglich.)
In den letzten Jahren ist in der Bevölkerung eine deutliche Tendenz zu erkennen, dass immer mehr Heimtiere, d.h. Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen, Chinchillas, Ratten, Mäuse,
Hamster und andere Nagetiere, aber auch Reptilien wie Schildkröten, egal ob Land- oder Wasserschildkröten, Leguane, Gekkos, Schlangen bis hin zu diversen Amphibien gehalten werden. Alle diese Tierarten fallen in den Aufgabenbereich der Heimtiersprechstunde, die sich steigender Beliebtheit erfreut.
Ein häufiges Problem, warum Patientenbesitzer unsere Hilfe auf diesem Gebiet in Anspruch nehmen, ist bei fast allen Tierarten die mangelnde Futteraufnahme, die bei so kleinen Tieren verständlicherweise auch sehr wichtig ist und bei längerem Hungern schnell zu dramatischen Veränderungen führen kann. Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas sind es häufig Probleme der Backenzähne, die durch ihr stetiges Wachstum dazu neigen, Haken auszubilden, die dann die Backenschleimhaut oder die Zunge derart verletzten, dass für das Tier eine Futteraufnahme nur noch mit teilweise erheblichen Schmerzen verbunden ist. Diese Zahnhaken müssen dann in Narkose abgeschliffen werden, wofür wir nach der Untersuchung eigene Termine vergeben. Aber auch sonstige Untersuchungsmöglichkeiten stehen immer bereit, angefangen mit Röntgen, Ultraschall oder Laboruntersuchungen bis hin zur Computertomographie.
Da Reptilien meist ein langes Krankheitsgeschehen aufweisen, wie z.B. einen weichen Panzer bzw. weiche Knochen durch Mangel an Kalzium oder Vitamin D3, das nur durch UV-Licht im Tierkörper selbst synthetisiert wird, bedarf es bei diesen Tierarten häufig einer sehr langen und intensiven Therapie. Um den Anforderungen der Tiere gerecht zu werden, ist unsere Heimtierstation in den letzten Jahren mit hohem Aufwand umgebaut worden.
Für Operationen verwenden wir eine recht neue, zwar teure aber zuverlässige Narkose, die die Narkosezwischenfälle während der Operationen nochmals deutlich reduziert hat. Zur Narkoseüberwachung dienen die selben sehr teuren Narkoseüberwachungsgeräte, wie sie auch in der Humanmedizin und ebenfalls bei unseren Hunden und Katzen zum Einsatz kommen.
Durch die Vielzahl von verschiedensten Tierarten, die in unserer Klinik vorgestellt werden, gibt es mehrere Mitarbeiter speziell für die Heimtiere, die einerseits über die meisten Tierarten Bescheid wissen, trotzdem aber immer noch ihr Spezialgebiet / -tierart haben, so dass eine optimale Betreuung gewährleistet ist.
Den Tierärzten/Tierärztinnen liegt jedoch nicht nur daran, kranke Tiere wieder gesund zu machen, sondern ein weiterer wichtiger Aspekt in unserer Tätigkeit ist die Beratung von Tierbesitzern über Fütterung, Haltung, Verhaltensprobleme u.a..
Email:
Prof. Dr. M. Fehr
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