Die Hautsprechstunde für Hunde und Katzen wird an zwei Nachmittagen Dienstag und Donnerstag (15:00 bis 16:00 Uhr) angeboten. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nötig.
In der Kleintierpraxis leiden 30-40% der vorgestellten Hunde und Katzen an Hauterkrankungen.
Das Spektrum der Hautkrankheiten umfasst dabei in erster Linie parasitäre, allergische oder bakterielle Erkrankungen sowie Pilzinfektionen, hormonell bedingte Hautprobleme, Autoimmunerkrankungen und Hauttumoren. Dabei sind primäre Ursachen oftmals durch sekundär bedingte Veränderungen (z. B. durch Juckreiz verursachte eitrige Hautentzündungen) überlagert, so dass eine Diagnose allein anhand des klinischen Bildes selten möglich ist.
In der Hautsprechstunde der Klinik für Kleintiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover können Dienstag und Donnerstag nachmittags nach Terminabsprache Hunde und Katzen mit Hauterkrankungen vorgestellt werden.
Für eine präzise Diagnosestellung sind zunächst genaue Angaben über den Krankheitsausbruch und bisherigen Verlauf sowie über bereits durchgeführte Behandlungsmaßnahmen von außerordentlicher Wichtigkeit. Diese Angaben sollte der Besitzer schon vor der Sprechstunde genau protokollieren, um das Ausfüllen der Anamnesebögen zu erleichtern.
Die spezielle Untersuchung der Haut und ihrer Anhangsorgane umfasst je nach Fragestellung eine Blutuntersuchung, Untersuchungen der Schilddrüsen- und Nebennierenhormone, die parasitologische oder mikrobiologische Untersuchung eines Hautgeschabsels sowie die mikroskopische Untersuchung der Haarstruktur.
| |
 |
|
| |
Haarkleidveränderungen bei der Unterfunktion der Schilddrüse
 |
|
| |
 |
|
| |
Mikroskopisches Bild einer Sarcoptesmilbe im Hautgeschabsel eines Hundes |
|
Bei bestimmten Fragestellungen ist eine Feinnadelaspiration für die zytologische Untersuchung oder eine Hautbiopsie für die histopathologische Untersuchung indiziert.
Bei der so genannten Atopie (Allergie gegenüber inhalierten oder über die Haut aufgenommenen Allergenen wie Hausstaub, Milben oder Pollen) wird zur Abklärung der ursächlich beteiligten Allergene unter anderem ein intrakutaner Allergietest durchgeführt, um nachfolgend eine gezielte Immuntherapie einzuleiten. Bei diesem Test werden kleine Mengen verschiedener Allergene direkt in die Haut gespritzt und die nachfolgende Quaddelbildung im Falle einer positiven Reaktion protokolliert. Bei Vorbehandlungen mit Kortison oder schweren eitrigen Hautentzündungen ist diese Art des Testes nicht auswertbar, so dass hierfür gemeinsam mit dem Tierbesitzer ein geeigneter Zeitpunkt ausgewählt werden muss.
Ein regelmäßiger Kontakt zwischen Tierbesitzer und Tierarzt in Form von Kontrollterminen oder Telefonaten, bzw. ausführliche Rücküberweisungen bei überwiesenen Tieren, sind hierbei Bestandteil der dermatologischen Betreuung.
Email:
Prof. Dr. I. Nolte
|
|
|
© Kleintierklinik 2003 |
 |
|
|