


Univakuoläres Fettgewebe wird im Organismus sowohl als Baumaterial als auch als Energie-Depot genutzt.
) oder in der Lamina subserosa des Peritoneums,
und
ist kontinuierlich im Umbau begriffen.Die F a r b e von frischem univakuolären Fettgewebe ist abhängig vom Futterangebot, bei unseren Haussäugetieren aber selten "weiß ". Die gelegentlich zu beobachtende Gelbfärbung beruht auf entsprechendem Karotingehalt des Futters.
Genaugenommen bilden die univakuoläre Fettzellen kein typisches eigenständiges oder autarkes Gewebe, sondern gemeinsam mit lockerem, seltener mit retikulärem Bindegewebe einen Gewebe-Komplex, einen Zweckverband.
Selten sind einzelne oder kleinere Gruppen
von
Fettzellen in lockeres Bindegewebe eingefügt. Viel häufiger bilden
sie große Zell-Ansammlungen
, die von lockerem - oder gelegentlich von
retikulärem - Bindegewebe umgeben und von Bindegewebssepten in
stoffwechselmäßig beherrschbare Läppchen
untergliedert sind.
In der Gemeinschaft mit dem univakuolären Fettgewebe fallen dem lockeren Bindegwebe verschiedene Aufgaben zu:
Eine wichtige Rolle spielen beispielsweise die
Bindegewebssepten für den Verlauf und die Ausbreitung der
Blutgefäße
bis zu den einzelnen Fettzellen hin, von denen jede
Kontakt zu mindestens einer Kapillare hat.
Auch Nervenfasern erreichen über diese "Bindegewebsstrassen" die Fettzellen.
Andererseits gliedern die Bindegewebssepten das "polsternde Baufett" in elastisch-federnde Kammern - besonders in Bereichen mit starker mechanischer Belastung.
Univakuoläre Fettzellen
Mit einem Durchmesser bis zu 100 mm (!) sind die univakuolären Fettzellen (Adipozyten, Lipozyten) vergleichsweise sehr große Zellen.
Einzeln oder in kleinen Gruppen liegende
Fettzellen sind annähernd rund
. Aber sie können sich aber verformen und sich bei
enger Zusammenlagerung in größeren Gruppen den jeweiligen
Platzverhältnissen anpassen
.
Ohne Membran-Abgrenzung füllen die
eingelagerten L i p i d e (Paraplasma) nahezu den gesamten Zellraum
aus und drängen Zytoplasma und Zellkern an die Zellperipherie
.
Der schmale, periphere Z y t o p l a s m a -Saum ist lichtmikroskopisch fast nicht zu erkennen. Lediglich in der Umgebung des Zellkerns ist er etwas verdickt.
Eine in dieser Ebene zusammen mit ihrem K e r
n angeschnittene Zelle besitzt die typische "S i e g e l r i n g f o r m "
. Dieser
Zytoplasmabereich ist aber infolge des sehr großen Zell-Durchmessers nur
selten angeschnitten.
Auf das P l a s m a l e m m folgt eine
selektive G r e n z m e m b r a n aus Glykoproteiden - die der Basallamina
entsprechen soll. Den äußeren Abschluß bildet jeweils ein R e t i k u l i n f a s e r - G e f l e c h t
(Kollagenfasern vom Typ III).
Die Interzellularsubstanz hat in diesem, von den gewebe-spezifischen Zellen dominierten Gewebe funktionell nur intern Bedeutung im Rahmen des Eigenbedarfs.
Zwischen den sehr eng beieinander liegenden univakulären Fettzellen ist gerade soviel Grundsubstanz vorhanden, daß vorrangig der Stoffaustausch zwischen den Kapillaren und den Zellen abgewickelt werden kann.
Es ist nicht bekannt, ob diese Grundsubstanz von den Lipoblasten produziert wird oder ob sie Bestandteil der Interzellularsubstanz des umgebenden lockeren Bindegewebe ist.
Jede univakuoläre Fettzelle ist von einen Geflecht aus Retikulinfasern (Kollagenfasern Typ III) umgeben. Es ist unmittelbar an die Grenzmembran angefügt, die aus Glykoproteiden besteht und auf das Plasmalemm der Fettzelle folgt.
Die bei Routine-Einbettungen verwendeten
organischen Lösungsmittel lösen
das Fett aus den Zellen heraus,
allerdings, ohne daß die Zellen ihr ursprüngliches Aussehen verlieren.
Folglich lassen sich mit Hämalaun-Eosin
und mit der Trichromfärbung
lediglich die Zell-Silhouetten und Zellkerne
sowie die Zellen und Fasern des das Fettgewebe ergänzenden lockeren
Bindegewebe darstellen.
Bei Anwendung der Gefrierschnitt-Technik bleibt
das Fett dagegen in den Zellen erhalten
und kann mit Sudan III
bzw. Sudanschwarz (rot bzw. schwarz) oder mit
Osmiumtetroxid
(schwarz) selektiv angefärbt und
nachgewiesen werden.
Die univakuolären Fettzellen sind mesenchymaler Herkunft.
Heute wird davon ausgegangen, daß sich Mesenchymzellen durch die Einlagerung von Lipiden (Paraplasma) zu fibrozytenähnlichen L i p o b l a s t e n entwickeln.


Die Lipide sammeln sich in den Lipoblasten zunächst in Form kleiner Tröpfchen an (multivakuoläres Stadium). Durch weitere Fettzufuhr runden sich die Zellen ab, und die immer größer werdenden Lipidtröpfchen konfluieren schließlich zu einem einzigen großen Fetttropfen.
Inwieweit die Lipoblasten Grundsubstanz bilden,
ist unbekannt. Sicherlich sind sie aber für die Genese des
Kollagen-III-Fasergeflechts
verantwortlich, das jede Fettzelle umgibt.