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Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer

Der Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (GKlW) Hannover an der Klinik für kleine Klauentiere ist eine Organisation, die überregional interessierten Haltern von Schafen und Ziegen eine vorsorgende gesundheitliche Betreuung (präventive Bestandsbetreuung) anbietet. Der GKlW wird von Prof. Dr. M. Ganter (Fachtierarzt für kleine Wiederkäuer und Fachtierarzt für klinische Laboratoriumsdiagnostik) geleitet. Er wird unterstützt von Dr. E. Humann-Ziehank (Fachtierärztin für klinische Laboratoriumsdiagnostik) und Dr. D. Bürstel (Fachtierärztin für Reproduktionsmedizin).

Die Schaf- und Ziegenhaltung stellt für ca. 200 Betriebe in Niedersachsen die Haupteinnahmequelle dar. Daneben werden in ca. 1500 bis 2000 Betrieben kleine Wiederkäuer im Nebenerwerb oder als Hobby gehalten. Der wirtschaftliche Erfolg der Haltung von kleinen Wiederkäuern ist eng mit der Leistung der Herden und damit dem Gesundheitsstatus verbunden. Ziel des Gesundheitsdienstes ist es, den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben eine kontinuierliche Betreuung anzubieten, um den Gesundheitsstatus der Herden zu verbessern, Verluste zu reduzieren und so die Leistungen der Herden nach Möglichkeit zu verbessern. Dies soll mit einer langfristigen Reduktion des Medikamenteneinsatzes einhergehen.

Das Programm

Schafe und Ziegen haltende Betriebe verpflichten sich durch einen freiwilligen Beitritt zur Teilnahme an dem Programm und entrichten für die erbrachten Leistungen pauschal einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Danach werden die Bestände von den GKlW-Tierärzten zur Gesunderhaltung und Krankheits- sowie Seuchenvorbeuge unter Erarbeitung von Prophylaxe- und Therapiemaßnahmen kontinuierlich betreut. Die Umsetzung der Betreuung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Hoftierarzt. Ergebnisse des Programms werden als Fortbildung für Schafhalter und Tierärzte angeboten sowie in nationalen und internationalen Zeitschriften publiziert.

Leistungen und Programmstand

Das Basisprogramm besteht aus zwei Bestandsbesuchen pro Jahr. Im Rahmen dieser Bestandsbesuche erfolgen eine ausführliche Untersuchung des Bestandes und eine Aufnahme aller gesundheitlich relevanten Befunde. In den Betrieben werden anhand von parasitologischen Kotuntersuchungen und ggf. weitergehenden diagnostischen Maßnahmen, einschließlich Tierkörpersektionen, Therapie- und Prophylaxepläne erarbeitet und umgesetzt.

Neben Behandlungsmaßnahmen und Impfungen werden auch künstliche Besamungen sowie Trächtigkeitsdiagnostik per Ultraschall routinemäßig angeboten. Durch die direkte Anbindung des GKlW an die Klinik für kleine Klauentiere ist zudem die Möglichkeit der stationären und polyklinischen Diagnostik und Behandlung von kleinen Wiederkäuern gegeben. Da Prof. Dr. Ganter gleichzeitig Leiter des Labors der Klinik für kleine Klauentiere ist, können die umfangreichen Möglichkeiten dieses Speziallabors für kleine Wiederkäuer unmittelbar genutzt werden. Darüber hinaus besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den anderen diagnostischen Einrichtungen der Tierärztlichen Hochschule.

Weitere Tätigkeitsbereiche

Der GKlW Hannover pflegt die Zusammenarbeit mit anderen Schaf- und Ziegengesundheitsdiensten, mit Schafzucht- und Ziegenzuchtverbänden sowie Landschaftspflegeverbänden.

Die Tätigkeit des GKlW Hannover ist eng mit der studentischen Ausbildung an der Klinik für kleine Klauentiere verbunden. Damit wird erreicht, dass eine große Zahl interessierter Studierender in die Herdenbetreuung bei kleinen Wiederkäuern eingeführt wird.

Im Rahmen von zahlreichen Doktorarbeiten und anderen wissenschaftlichen Projekten wird die Arbeit des SZGD Hannover begleitet und unterstützt.

Kontakt
Prof. Dr. Martin Ganter
Tel.:+49 511 856-7260
Fax.:+49 511 856-7684
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