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Geschichte des Instituts

Unterricht in Tierzucht gab es in Hannover bereits seit der Gründung der Tierarzneischule 1778. In der Chronik taucht zunächst die Lehre vom Exterieur des Pferdes und der übrigen Haustiere auf. Züchten bedeutete damals ja im wesentlichen, Tiere für die Paarung aufgrund ihrer äußeren Erscheinung auszuwählen.

 

Ab 1883 war eine Sammlung der Tierzucht im Gebäude der Anatomie untergebracht. Die Vorlesungen wurden damals vom Leiter der Ambulatorischen Klinik gehalten. 1906 erfolgten erste Bestrebungen zur Genehmigung eines Neubaus für die Tierzucht. Die Mittel wurden 1912 bewilligt und 1918 konnten die ersten Räume in Benutzung genommen werden.

 

Erster Direktor des Instituts für Tierzucht war Carl Kronacher. Sein Anliegen war es, die biologischen Grundlagen der Tierzucht, insbesondere die der Genetik zu erfassen. Fisher und Wright entwickelten 1920 mathematisch-statistische Methoden, welche Voraussetzungen waren für die Anwendung der neuen Erkenntnisse in der Tierzucht und noch heute Anwendung finden. Kronacher widmete sich unter anderem auch quantitativen Merkmalen. Er kam zudem zu der Erkenntnis, dass die Veranlagung eines Individuums anhand der Prüfung seiner Nachkommen festzustellen ist.

Die Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie wurde von Carl Kronacher begründet.

 

Die endgültige Fertigstellung des Instituts erfolgte 1927. Schon damals wurden fakultativ Exkursionen zu praktischen Betrieben sowie öffentlichen Einrichtungen der Tierzucht angeboten. Im 2. Weltkrieg wurde das Institut stark zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1950. In den Sechziger Jahre wurde von Gustav Comberg ein neues Institut konzipiert, das allen Anforderungen moderner Forschung über die Züchtung landwirtschaftlicher Nutztiere gerecht wurde. 1967 wurde der Neubau am Standort Westfalenhof in Benutzung genommen. 1974 bestand das Institut aus einem Direktor, einem Abteilungsvorsteher, sieben wissenschaftlichen und vierzehn technischen Mitarbeitern sowie vier Tierpflegern. Aus dem Institut für Tierzucht sind hervorgegangen: 1968 das Institut für Tierernährung und 1976 das Institut für Tierhygiene. Kurzfristig war in der Tierzucht auch das Institut für Zoologie untergebracht.

 

Heute sind das Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung sowie das Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie noch immer im selben Gebäude am Bünteweg 17p am Westfalenhof beheimatet. Das Institut besteht heute aus einem Direktor, drei wissenschaftlichen, 6 technischen und Verwaltungsmitarbeitern sowie zwei Tierpflegern. Direktor des Instituts ist seit 1997 Prof. Dr. Dr. Distl.

 

Quelle: 200 Jahre Tierärztliche Hochschule-Darstellung der geschichtlichen Entwicklung und der heutigen Bedeutung der Tierärztlichen Hochschule Hannover von Ernst-Heinrich Lochmann, Vielen Dank an das Institut für Geschichte

 

Seit dem Jahr 2015 nutzt das Institut für Tierzucht und Verebungsforschung die Gebäude am Bünteweg 17p allein, da das Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie zum Campus am Bischofsholer Damm umgezogen ist.

Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Bünteweg 17p
30559 Hannover
Geschäftszimmer
Institutsdirektor
Prof. Dr. Ottmar Distl
Tel.:+49 511 953-8875
Fax.:+49 511 953-8582
Labor für Molekulargenetik
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