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Craniomandibuläre Osteopathie

Craniomandibuläre Osteopathie (CMO) beim Deutsch Drahthaar

Bei der Craniomandibulären Osteopathie handelt es sich um eine seltene Knochenerkrankung, welche bei jungen Hunden im Alter von drei bis sechs Monaten erstmals auftritt. Erkrankte Tiere leiden unter bilateral symmetrischen, nicht-entzündlichen und nicht-neoplastischen Proliferationen des Knochens im Bereich des Unterkiefers, der Kiefergelenke und seltener auch anderen Knochen des Schädels. Typischerweise Fressen betroffene Hunde nur sehr zögerlich, weisen einen erhöhten Speichelfluss auf und lassen sich ungern im Bereich des Kopfes berühren. Dies ist begründet durch eine enorme Schmerzhaftigkeit der Läsionen und eine, oftmals mechanische Unfähigkeit, den Kiefer zu öffnen und zu kauen. Auch können periodische Fieberschübe auftreten. Zudem sind erkrankte Tiere häufig sehr abgeschlagen und schlapp.
In der Regel ist diese Erkrankung selbstlimitierend. Erreicht das Tier mit über einem Jahr eine skelettale Reife, kommt es zu einem Sistieren der Knochenproliferationen und auch Rückbildungen der bestehenden Veränderungen können eintreten. Einige Hunde werden jedoch auf Grund einer sehr schlechten Kondition und extremen Schmerzhaftigkeit der Läsionen auf Wunsch des Besitzers euthanasiert. Zur sicheren Diagnose sind Röntgenbilder des Schädels notwendig, im besten Fall wird eine Computertomographie durchgeführt, um die typischen Veränderungen am Knochen darzustellen. Eine Blutuntersuchung zeigt üblicherweise keine Veränderungen. Das Auftreten von Fällen Craniomandibulärer Osteopathie wurde in der Vergangenheit am häufigsten bei Terrrierrassen wie dem West Highland White Terrier, Scottish Terrier, Cairn Terrier und Boston Terrier beschrieben, aber auch bei anderen Hunderassen tritt diese Erkrankung auf. Bislang war es nicht möglich, die Ursache der CMO zu identifizieren, jedoch wird eine genetische Grundlage vermutet. Bisherige Studien im Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover weisen darauf hin, dass auch beim Deutsch Drahthaar eine genetische Veränderung Auslöser dieser Erkrankung ist.

Für die weitere Aufklärung der CMO bei Deutsch Drahthaar sind wir dankbar für die Einsendung weiterer Blutproben von erkrankten Hunden.
Die Dokumente zum ausfüllen finden Sie hier:

Einsendebogen + Fragebogen

 

Hundebesitzer oder Tierärzte, die bereits eine Probe eingesandt haben, werden gebeten einen Fragebogen zum Verlauf der CMO ausgefüllt nachzureichen (gerne auch per Email oder Fax):

Fragebogen

Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Bünteweg 17p
30559 Hannover
Geschäftszimmer
Institutsdirektor
Prof. Dr. Ottmar Distl
Tel.:+49 511 953-8875
Fax.:+49 511 953-8582
Labor für Molekulargenetik
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