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AG Kietzmann

Forschungsschwerpunkte

Immunpharmakologie

Allergische und autoimmune Erkrankungen entstehen durch eine Dysregulation des Immunsystems, die zu fehlgeleiteten Reaktionen auf harmlose Umweltantigene bzw. körpereigene Proteine führt. Im Fokus unserer Arbeitsgruppe steht dabei die Haut, da dieses Organ besonders häufig betroffen ist, so z.B. bei der Atopischen Dermatitis des Hundes oder der Psoriasis (Schuppenflechte) des Menschen. Bei den Untersuchungen konzentrieren sich die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe auf die Rolle der antigenpräsentierenden Zellen (dendritische Zellen) und  Keratinozyten, weil diese Zelltypen, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Krankheiten von entscheidender Bedeutung sind. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Fragestellung, ob Modulatoren des Histamin 4-Rezeptors auf das allergische Entzündungsgeschehen einwirken können. In einem weiteren Projekt wird zudem erforscht, inwieweit der endogene Botenstoff Sphingosin-1-Phosphat immunmodulatorische Eigenschaften hat, und ob diese therapeutisch ausgenutzt werden könnten.

Entstehung antimikrobieller Resistenzen

folgt

 

Transdermale Penetration, Permeation und Resorption

Unter Verwendung von geeigneten Modellsubstanzen werden vergleichend In vitro- und Ex vivo-Untersuchungen zur transdermalen Penetration, Permeation und Resorption durchgeführt. Neben Studien an nicht perfundierter Haut verschiedener Spezies in Diffusionszellen werden dabei unter Verwendung des isoliert perfundierten Rindereuters auch Versuche an perfundierter Haut durchgeführt, die prädiktive Aussagen in Bezug auf pharmakologische und toxikologische Fragestellungen erlauben.

 

Magnesium als Implantatmaterial

Die Arbeitsgruppe ist beteiligt am Sonderforschungsbereich 599 „Zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen“, welcher u.a. die Eignung von Magnesiumlegierungen als Implantatmaterialien erforscht. Magnesium hat gegenüber anderen Materialien wie Titan den Vorteil, dass es vom Körper abgebaut werden kann, und so ein zweite Operation zur Implantatentfernung von z.B. Osteosyntheseplatten überflüssig wird.Vor diesem Hintergrund werden von unseren Wissenschaftlern Untersuchungen zur Zell- und Gewebeverträglichkeit (Biokompatibilität) in verschiedenen Zellkultursystemen sowie isolierten Organen durchgeführt. Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, ob Magnesium zusätzliche positive Effekte besitzt, beispielsweise eine wundheilungsfördernde Wirkung.

 

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