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Institut für Parasitologie

 

Traditionell liegt ein Forschungsschwerpunkt des Instituts auf den Weideparasitosen (Lungenwürmer, Leberegel, Magen-Darmwürmer) der Rinder. Epidemiologie, neue diagnostische Verfahren und Bekämpfungsstrategien inklusive Forschung an möglichen Vakzinekandidaten gehören zu den bearbeiteten Gebieten. Seit Etablierung der Molekularbiologie Anfang der 90er Jahre gehören in vitro Expression und Charakterisierung rekombinanter Antigene, Aufklärung molekularer Mechanismen der Anthelminthikaresistenz, Mechanismen der Hypobiose sowie Transkriptomanalysen der Entwicklungsstadien und Identifizierung von regulativen Genen zum Forschungsspektrum.

 

Die zunehmende Bedeutung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten hat uns bewogen, diese Forschung zu intensivieren. Nach bereits seit langen Jahren etablierten Forschungen zur Verbreitung von Borrelien in Zecken haben wir dieses Forschungsgebiet auf weitere Vektoren und Krankheitserreger erweitert. Der mögliche Einfluss von Klimaveränderungen auf die Biologie der Vektoren (Zecken, Mücken, Kriebelmücken, Gnitzen, Flöhe, etc.) erfordert intensive Forschung, um derzeitigen und zukünftigen Gefahren begegnen zu können.

Trotz weit reichender Bekämpfungsmaßnahmen gehören Parasiteninfektionen bei Hund und Katze weiterhin zum Alltag. Insbesondere Spulwürmer und Hakenwürmer haben als weit verbreitete Zoonoseerreger große Bedeutung. Unsere Forschungen haben das Ziel, die Regulationsmechanismen beim Übergang vom frei lebenden zum parasitischen Stadium zu untersuchen sowie neue Bekämpfungsverfahren zu entwickeln.