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Projekte

Forschungsprojekte

Anatomie / Histologie des Stimmapparates

  • Histologie der Kehlkopfschleimhaut des Schweines und anderer ausgewählter Spezies
  • Bildgebende Verfahren und histologische Korrelate


Die Vorstellung, wonach die Anatomie des Menschenkörpers der des Schweines sehr ähnlich sei, ist in den Biowissenschaften nach wie vor weit verbreitet. Sie leitet zu der Annahme, Organe des Schweines eigneten sich als Modell für die Testung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen, so beispielsweise auch in der Human-Laryngologie/Phoniatrie.

Mittlerweile belegen allerdings zahlreiche Publikationen ebenso zahlreiche Diskrepanzen. Sie beruhen unter anderem auf dem oft unterscheidungslosen Zugriff auf Material vom Schwein mit allenfalls vager Spezifizierung von Schweinerasse, Alter und Geschlecht.

Derartige Parameter müssen aber als essentiell angesehen werden, insofern sie wesentliche Bedeutung für die gewebliche Beschaffenheit und mechanische Eigenschaften der sogenannten Stimmfalte (Plica vocalis) haben.

Zu diesen Baumerkmalen gehören unter anderem die Epithel- und Faserbeschaffenheit, die Proteoglycanverteilung sowie die Mikrovaskularisation; diese haben allesamt maßgeblichen Einfluss auf die Phonation. Unser Projekt nimmt sich zum Ziel, einen histo- und zytologischen Merkmalskatalog zu erstellen, der als Referenz für analoge human-laryngologische Studien dienen kann.

Lokalisation antibakterieller Wirkstoffe in Zellen der oberen Atemwege und der Lunge

  • Immunhistochemische Detektion eines antibakteriellen Peptids nach Aerosolinfektion

Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts mit der Klinik für kleine Klauentiere und dem Institut für Mikrobiologie (Projektleitung PD. Dr. I. Hennig-Pauka) wird an histologischem Material aus der Schweinlunge bestätigt, dass neben den neutrophilen Granulozyten auch andere Zellen antibakterielle Proteine bilden, speichern oder aufnehmen können.

Craniometrie

Mit computergestützten dreidimensionalen Messverfahren werden am Neurocranium des Pferdes Daten erhoben, die aufgrund systemimmanenter Probleme anderer Messverfahren bisher z. T. ungenau waren oder – und dies ist besonders relevant – gar nicht erfasst werden konnten. Derartige Daten werden als äußerst hilfreich für klinisch-diagnostische Verfahren und für die Planung chirurgischer Zugänge angesehen.

 

Neben diesem neurologisch pointierten Projekt soll in einer zweiten Studie ein Schwerpunkt auf archäozoologische/paläoanatomische Fragestellungen gelegt werden.

Bildgebende Verfahren

Die Bedeutung bildgebender Verfahren (insbesondere MRT) in der klinischen Neurologie des Zentralnervensystems nimmt auch in der Tiermedizin rasch zu. Darum steigt analog der Bedarf an topografisch-anatomischen Daten ganz enorm. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Pferde werden neuroanatomische Basisdaten an MRT-Aufnahmen des Gehirns erarbeitet, um relevante Details und Orientierungsmarken an und vor allem im Gehirn zu beschreiben.

 

Zur Einschätzung diagnostischer Möglichkeiten der Thermografie bei Erkrankungen von Thorakalorganen (insbesondere Lunge) beim Schwein werden anatomische Landmarks in Schnittbildern (CT) erarbeitet; dies geschieht im Rahmen einer Studie der Klinik für Kleine Klauentiere und des Fachgebiets Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik.

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